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Museum Rittergut

Museum Rittergut

Biedermeier–Zimmer (Möbelbezüge mit Stickerei aus dem 17. Jahrhundert)

Wohnzimmer
(Neorokoko)

Das Herrenhaus des Rittergutes ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Frankenberg. Seine Errichtung wurde im Jahre 1553 durch Caspar von Schönberg begonnen und nach dessen frühem Tod 1554 von seinem Bruder Christoph von Schönberg vollendet. Wie durch ein Wunder blieb das Gebäude von den beiden verheerenden Brandkatastrophen, die in den Jahren 1712 und 1788 die Stadt heimsuchten, verschont.

Das unter Denkmalschutz stehende Renaissancegebäude birgt in seinem Inneren einige architektonische Kostbarkeiten. Eine davon ist die bei Renovierungsarbeiten im Jahre 1991 freigelegte  so genannte „Flaserndecke“. Bei dieser außerordentlich seltenen Form einer Kassettendecke handelt es sich um eine „Sparmaßnahme“ aus dem 16.Jahrhundert, bei der man die Holzflächen mit großen Papierquadraten beklebte, welche zuvor mit Riesen-Farbholzschnitten bedruckt wurden. Auf diese Weise erhielt die Decke ein wertvoll erscheinendes Äußeres.

Original erhaltene Fenster- und Türgewände sowie profilierte Balkendecken und andere Details zeugen von der Baukunst jener Zeit.

Da das Herrenhaus einstmals hauptsächlich Wohnzwecken diente, nahmen seine Besitzer im Laufe der Jahrhunderte verschiedene bauliche Veränderungen vor, die den imposanten Charakter des Gebäudes jedoch wahrten.

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